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Fabeln in der Literatur - Kaba Blog

Fabeln in der Literatur

Die Fabel als Gattung der Literatur weist charakteristische Merkmale auf, die sie als solche kennzeichnen. Als Hauptakteure treten sehr oft Tiere, aber auch gelegentlich Pflanzen oder Gegenstände auf, die menschliche Eigenschaften aufweisen. Sehr bekannt sind die zahlreichen Tierfabeln. In Fabeln sprechen, denken und handeln die Tiere wie die Menschen. Für den Autor einer Tierfabel dient diese Art, Tiere zu personifizieren, als Schutz davor, bestraft zu werden, da seine Kritik an Zeitgenossen nicht direkt erfolgt. Zur Zeit der Aufklärung entstandene Fabeln beinhalten meist eine Kritik an der Ständeordnung. Die Fabel will belehren, aber gleichzeitig unterhalten. Lessing hat als Charakteristikum der Fabel genannt, dass sie einen moralischen Lehrsatz in Form einer Geschichte von einem besonderen Fall dem Leser näher bringen soll. Der Lehrsatz kann als Promythion am Anfang der Fabel stehen oder als Epimythion am Ende die “Moral von der Geschicht’” darstellen. Der Aufbau einer Fabel ist recht einfach. Am Anfang wird die Ausgangssituation der Handlung dargestellt, mit einem Promythion davor oder auch nicht. Es folgen der erste Handlungsteil, als actio bezeichnet, als Auslöser der Handlung. Dann folgt die reactio als zweiter Handlungsteil, der in den eventus, das Handlungsergebnis, führt. Als Lehre aus der Geschichte steht dann meist am Ende das Epimythion, es sei denn, diese Lehre ist auch ohne explizite Erwähnung offensichtlich und soll vom Leser selbst erkannt werden.

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